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Liebevoller Umgang mit dem Neugeborenen

Manchmal gehen nicht beide Elternteile gleich liebevoll und verständnisvoll mit dem Neugeborenen um. Das kann für stillende Mütter, die nach der Geburt und durch die Hormone sich oft noch schutzbedürftiger fühlen und viel Harmonie brauchen aufreibend sein. In Situationen, in denen sich Mütter oder Väter unwohl fühlen, kann es wertvoll sein, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse gewaltfrei zu kommunizieren.

Lässt sich ein vier wöchiges Neugeborenes von der Mutter rasch beruhigen und schreit beim Papa einfach weiter, kann das frustrierend sein. Wenn er sich dann ärgerlich dem Kind gegenüber äussert und verlangt, dass es doch zufrieden sein soll, kann das von der Mutter als Kritik am Kind verstanden werden. Kritik am Kind fühlt sich dann oft wie Kritik an sich selbst an. Wenn die Mutter merkt, dass ihr die Situation zu viel wird und sie das Gefühl hat, der Vater behandelt das Kind nicht gut, ist es wichtig, dass sie ihr Unbehagen ausdrückt.

Die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg bietet da Hilfestellung. Zuerst geht es darum, alles objektiv zu beschreiben. Das heisst, dass sie alles so benennen, wie es eine Kamera aufzeichnen würde. In so einer Beschreibung sind keine Wertungen was gut oder schlecht ist enthalten. Sie beschreiben die Situation und benennen, wie sie etwas empfunden haben und welche Gefühl lebendig waren. Dann benennen Sie das Bedürfnis, das hinter dem Gefühl steht und formulieren eine Bitte an ihren Partner.

Zum Beispiel: «Gestern, als die Kleine in deinem Arm laut geweint hat, hast du ihr gesagt, dass sie doch zufrieden sein soll und aufhören soll zu weinen. Du hattest Falten auf der Stirn, deine Stimme klang streng und fordernd. Das ängstigte mich. Ich habe Angst, dass du die Kleine und ihr Weinen nicht akzeptierst und wütend mit ihr bist. Ich wünsche mir mehr Toleranz und Akzeptanz für das Weinen unserer Tochter. Sie ist noch so klein, sie hat keine andere Kommunikationsmöglichkeit. Bitte sprich sanfter mit ihr, damit ich mir keine Sorgen machen muss. Wenn du dich ärgerst, gib sie bitte mir. Ich ertrage es kaum, wenn du mit ihr schimpfst.»
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